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German Open 2009

Nach Wochen ohne Informationen aus Qatar: Die QTF hat die Lizenz an die WTA zurückgegeben, die Ära der German Open ist somit vorerst beendet.

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Noch immer keine Kohle aus Qatar PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Claudio Gärtner   
Dienstag, den 14. April 2009 um 09:47 Uhr

qtgologo2009Nach der massiven Medienpräsenz zum Jahreswechsel sind zwar einige wenige Gelder geflossen, doch noch immer warten diverse Firmen auf die Zahlungseingänge für ihre Tätigkeiten für die Qatar Telecom German Open 2008. Die Qatar Tennis Federation Germany GmbH ist in den ehemaligen Geschäftsräumen an der Berliner Auerbacher Str. nicht mehr anzutreffen, eine Kontaktaufnahme, selbst zum Überbringen der Mahnbescheide und Vollstreckungsurteile, ist nicht möglich. Was bleibt, ist der Weg über die diplomatischen Kanäle, doch bestätigt die Qatarische Botschaft in Berlin, dass es in der Qatar Tennis Federation Abstimmungsschwierigkeiten und Kompentenzunklarheiten geben soll. Es scheint den Diplomaten peinlich, doch inwiefern ihre Einflüsse ausreichen, den bestehenden Verpflichtungen nachzukommen, wirkt derzeit noch nicht erfolgversprechend. Was den Lieferanten nunmehr bleibt, ist den Weg über das Olympische Komitee zu gehen. Schließlich ist das derzeitige Geschäftsgebahren mehr als peinlich genug für Qatar, denn ist es ein Ziel, dass eines Tages die Olympischen Spiele nach Qatar vergeben werden. Am Geld sollte es nicht mangeln, der arabischen Mentalität zollend kann man schon davon ausgehen, das die Verbindlichkeiten beglichen werden. Die Frage ist nur wann. Mitarbeiter, Sozialversicherungsträger, TV-Firmen sowie Kleine und mittelständige Betriebe müssen diese Verzögerungstaktik auffangen. Ganz zu schweigen von den möglichen Kosten für einen Rechtsstreit, die zunächst verauslagt werden müssen.

Rückblickend scheint mit der derzeitigen Situation die stets präsente Skepsis des Engagements der Qataries in den Medien bestätigt. Laut Aussage aus Botschafterkreisen soll die stete negative Medienpräsenz, vor allen Dingen das Ausbleiben von deutschen Sponsoren zu der Entscheidung beigetragen haben, die Aktivitäten in Berlin einzustellen. Tennisfachleute hingegen mutmassen, dass die Aktionen nur Mittel zum Zweck waren, um an die wirklich großen Fleischstücken zu gelangen. Nach aussen stellte sich das Turnier stets professionell da, auch wurden in der Vergangenheit alle Verbindlichkeiten zeitnah bezahlt. Doch jetzt, wo man die Championships der WTA im Gepäck hat, ist der gesamten Welt gezeigt worden, dass Qatar qualifiziert ist, auch nach den erfolgreichen Asian Games nun auch die Olympischen Spiele durchführen zu können. Inwieweit das Geschäftsgebahren beim Berliner Turnier einen Strich durch diese Rechnung machen kann, wird sich zeigen.