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Die „Internationalen“ wurden 1977 vom DTB ins Leben gerufen und auf die damals bedeutendsten deutschen Jugendturniere gerecht „verteilt“; sie sollten abwechselnd in Berlin und Mönchengladbach stattfinden. Das funktionierte schon in den ersten Jahren mehr schlecht als recht, was der politischen Situation im geteilten Europa zuzuschreiben war. Der gesamte Ostblock boykotierte die „Internationalen Deutschen“ in Berlin und hielt an seiner Drei-Staaten-Theorie fest. Nachdem es deshalb in Berlin in den Jahren 78 und 80 ziemlich schlechte Besetzungen gegeben hatte, vergab der DTB sein Turnier ab 1981 ganz nach Mönchengladbach, wo es bis 1996 ausgetragen wurde. Ab 1997 übernahm ETUF Essen mit seiner herrlichen Anlage am Baldeney See die Austragung und erhielt viel Lob für seine hervorragende Organisation. Neben Boris Becker und Steffi Graf gab es eine Reihe von großartigen TennisspielerInnen in der Geschichte der „German Junior Open“, u. a. Björn Borg und Ivan Lendl. Bei der jetzt gefällten Entscheidung für Berlin darf nicht unerwähnt bleiben, dass der „Rot-Weiß“ sich erst als Austragungsort anbot, nachdem Essen verzichtet und der DTB damit keinen Ausrichter mehr für das wichtigste deutsche Jugendturnier hatte. Aber der „Rot-Weiß“ hat 2009 noch zwei weitere Gründe zum Feiern: Zum 50. Mal seit 1950 wird der Club ein internationales Jugendturnier veranstalten; ein einmaliges Jubiläum im europäischen Jugendtennis und Anlass genug für eine große Geburtstagsfeier. Zu den vielen Höhepunkten in der langen Geschichte des Berliner Jugendturniers zählt, neben den schon erwähnten „Internationalen Deutschen“, die erstmalige Austragung von Jugend-Europameisterschaften 1976 mit Yannik Noah und Eva Pfaff als Sieger. Schon vorher hatte sich Björn Borg dreimal in Folge in die Siegerliste der Altersklasse U15 eintragen können. Jugend-Europameisterschaften wurden danach noch zwei Mal vom Europäischen Tennisverband nach Berlin vergeben: 1991 (U14) und 1992 (U16 und U18). Zu den bekanntesten Siegern in Berlin gehörten die späteren Wimbledonsieger Boris Becker und Pat Cash. Andere, später prominente SpielerInnen sind in den Teilnehmer-, aber nicht in den Siegerlisten zu finden, wie z. B. Steffi Graf und die beiden Schweden Stefan Edberg und Mats Wilander. Nach einer kurzen Auszeit in den 90er Jahren starteten die „Internationalen“ bei „Rot-Weiß“ 2001 aufs Neue. Drei der Einzelsiegerinnen (Groenefeld, Baczinsky, Errani) und die Doppelsiegerin Sabine Lisicki haben es seit dem unter die Top 50 der WTA Damen-Weltrangliste geschafft; auch ein Beleg für die hohe Qualität des Berliner Turniers in den letzten Jahren. Hinzu kommt noch, dass in die Turnierwoche, am 7. Juli, der 100. Geburtstag von Gottfried von Cramm fällt. Über Jahrzehnte der erfolgreichste deutsche Tennisspieler und weltweit anerkannter Repräsentant des deutschen Sports, hat er zu „Rot-Weiß“ immer eine besondere Beziehung gehabt; nicht nur als Sportler, sondern später auch als Vorsitzender und Präsident in der Leitung des Clubs. Im Rahmen der „airberlin german juniors“ wird der Club mit Feiern und Veranstaltungen an die Persönlichkeit Gottfried von Cramm erinnern. Zu diesem großen Tennisfest sind alle Berliner Tennisfreunde bereits heute sehr herzlich eingeladen. Fast alle der bisherigen Sponsoren haben bereits ihre weitere Unterstützung zugesagt, allen voran unser langjähriger Partner, die Fluggesellschaft airberlin, die im kommenden Jahr ebenfalls ein Jubiläum feiern kann, besteht sie doch seit nunmehr 30 Jahren und ist in dieser Zeit zur zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft aufgestiegen. Ihr Engagement verlängert haben auch die bisherigen großen Partner Vattenfall Europe, Hotel InterContinental Berlin und Mercedes-Benz, Niederlassung Berlin. Ihre finanzielle Unterstützung avisiert haben wieder der Landessportbund Berlin und der Tennis-Verband Berlin-Brandenburg. Mit Hilfe von weiteren Sponsoren, mit denen erfolgversprechende Gespräche geführt werden, und mit Hilfe der Clubgemeinschaft von "Rot-Weiß" sollte es gelingen, den Etat der Veranstaltung von ca. € 85.000 ausgeglichen zu gestalten. ETUF Essen hat mit seiner vorbildlichen Organisation der Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften in den vergangenen 12 Jahren einen hohen Standard gesetzt. Der „Rot-Weiß“ wird sich nach Kräften bemühen, diesem Maßstab gerecht zu werden. Unser Ziel wird es sein, für „Tennis Berlin“ auch nach dem bedauerlichen Verlust der Damenmeisterschaften, auf einer anderen Ebene, ein zweites, attraktives Standbein im internationalen Tennisgeschehen zu erhalten. |